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Von Böllern, Honigwein und umgekehrter Unterwäsche: andere Länder, andere Hochzeitstraditionen

Aktualisiert: 18. Feb. 2022



Man soll die Nacht vor der Hochzeit nicht gemeinsam verbringen und wenn die Braut etwas Blaues, etwas Geliehenes, etwas Neues und etwas Altes bei sich trägt, bringt das Glück: Jeder kennt Traditionen, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden und bei fast allen Hochzeiten durchgeführt werden. Seid ihr noch am Überlegen, ob und welche Hochzeitstradition ihr befolgen wollt? Dann liest jetzt weiter – denn vielleicht ist in den kommenden Zeilen etwas für euch dabei!

Hochzeitsbräuche sind nämlich kulturell bedingt und deshalb auch häufig auf eine Region beschränkt. Doch das muss nicht so bleiben, denn vielleicht wollt ihr ja mit einem dieser Bräuche euer liebstes Urlaubsland oder den Ort eurer Verlobung an eurem Hochzeitstag mit einbringen?

Beginnen wir mit unserem Nachbarland Österreich: Dort ist es ein alter Brauch, dass die Braut am Tag der Trauung ein Stück Unterwäsche verkehrt herum tragen muss, um die bösen Geister zu verwirren und so in die Flucht zu schlagen. Einige Kilometer weiter südlich sieht die Sache ganz anders aus – in Italien trägt die Braut fürs extra Quäntchen Glück am Tag vor der Hochzeit grün und erst nach der Trauung Goldschmuck. Bleiben wir beim Thema glänzend: In der Türkei ist es Sitte, die Geldgeschenke an der Kleidung der Braut anzubringen. Und auf traditionellen Hochzeiten wird die Höhe des Geschenks dabei noch durchs Mikrofon durchgesagt. So wird garantiert nicht zu wenig hergeschenkt !


Nicht nur warm ums Herz wurde früher den Bräuten in Frankreich: Denn sie haben ihren Schleier das ganze Fest über getragen und durften ihn erst um Mitternacht, als verheiratete Frau, ablegen. Sehr gebräuchlich – vielleicht, weil unpraktisch – scheint diese Tradition allerdings nicht mehr zu sein.


Kommen wir zum Thema Fruchtbarkeit: Obwohl die Fortpflanzung längst nicht mehr der wichtigste Grund für alle Paare ist, zu heiraten, haben sich einige Traditionen erhalten. So schmeißt man in Griechenland einen Granatapfel so fest zu Boden, dass die Kerne herausfallen, denn sie stehen für Fruchtbarkeit. Und wusstet ihr schon, woher der Begriff „honeymoon“ (englisch für Flitterwochen) kommt? In England war es Sitte, dass die Braut nach der Hochzeit vier Wochen lang Honigwein trank, was dabei helfen sollte, die Fruchtbarkeit zu erhöhen und einen Jungen zur Welt zu bringen.


Bleiben wir im englischsprachigen Raum! In Amerika ist es jetzt noch Brauch, dass jeder Gast ein Stück der Hochzeitstorte erhält – auch die, die leider nicht bei der Feier dabeisein konnten. Denen wird für gewöhnlich ein Stück geschickt. Hoffentlich kommt es da nicht zu Lieferverzögerungen!


Im fernen Osten dieser Welt wird hingegen auf anderes Wert gelegt: Ist der Sari der Braut mit dem Ende des Schultertuchs des Bräutigams verbunden, gilt das in Indien auch als Symbol der ehelichen Verbindung. Und genauso wie an Silvester ein Feuerwerk das neue Jahr einleitet, beginnt eine Hochzeitsfeier in China mit Knallkörpern – je lauter, desto glücklicher soll dann die Ehe werden!


Davon gibt es auf jeder Hochzeit sehr viele: Küsse. In Dänemark helfen die Hochzeitsgäste kräftig mit, dass das Brautpaar sich möglichst häufig nahe kommt. Denn wenn sie mit Messer und Gabel auf den Teller trommeln, muss sich das Paar küssen. Klopfen sie aber gegen ihre Gläser, so muss das Paar auf die Stühle steigen und sich für alle gut sichtbar küssen. Und wenn mit den Füßen gestampft wird, muss das Brautpaar unter einen Tisch abtauchen, bevor sich die Lippen berühren.


Aber die Dänen sind lang nicht die Einzigen, die in ihren Traditionen auf die Gäste bauen! In Kroatien und Serbien wird die Braut nicht nur vom Bräutigam abgeholt vor der Hochzeit, sie wird auch von Familie und Freunden aus dem Haus gesungen.

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